{"id":931,"date":"2016-11-22T09:47:27","date_gmt":"2016-11-22T09:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/block1898.de\/?p=931"},"modified":"2016-11-22T09:47:27","modified_gmt":"2016-11-22T09:47:27","slug":"sv-darmstadt-98-fc-ingolstadt-01-00","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/block1898.de\/?p=931","title":{"rendered":"SV Darmstadt 98 &#8211; FC Ingolstadt 0:1 (0:0)"},"content":{"rendered":"<p>Nach Wolfsburg und Leipzig stand mit Ingolstadt das dritte Heimspiel in Folge gegen einen sponsorgef\u00fchrten Klub\u00a0an. Dieser wurde 2004 vom Ingolst\u00e4dter Unternehmer Peter Jackwerth und mithilfe von Audi aus den traditionsreichen Ingolst\u00e4dter Vereinen\u00a0MTV und ESV Ingolstadt erschaffen. Diese beiden Vereine verband zuvor eine recht lange\u00a0innerst\u00e4dtische Rivalit\u00e4t, welche aufgrund von wirtschaftlichen Interessen kurzerhand vom Tisch gefegt wurde. So zogen die neu gegr\u00fcndeten &#8222;Schanzer&#8220; dann vor Jahren schon mit ihrem\u00a0Sponsorengeld\u00a0am SVD vorbei in Richtung Profifussball, wo sie allerdings erst 2015 mit den Lilien gemeinsam den Sprung ins Oberhaus schafften. Die Kritik ihnen gegen\u00fcber ist demnach\u00a0nicht so ausgepr\u00e4gt wie bei Leipzig, da sich der gro\u00dfe Geldgeber auch nicht so stark in den Vordergrund dr\u00e4ngt und den Verein als Marketinginstrument nutzt. Doch ist es wohl unstrittig, dass der FC Ingolstadt die Liga nicht gerade attraktiver macht. So waren es dann auch lediglich 15.000 Zuschauer, die sich diesen regnerischen Sp\u00e4therbst-Kick am B\u00f6lle antun wollten und gerade auf der neuen Nordtrib\u00fcne war noch reichlich Platz.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der eine Teil der Fanszene den Spieltag mit einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck begann, war der andere noch fr\u00fcher auf den Beinen und bastelte an den letzten Vorbereitungen f\u00fcr die heutige Choreografie. Anlass war das 10j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Usual Suspects 2006 (aka Allesfahrer Darmstadt), die bereits in der letzten Winterpause ordentlich Geburtstag gefeiert hatten und nun auch optisch noch mal\u00a0nachlegen wollten.\u00a0Diese\u00a0gelang ihnen auch ziemlich gut und geht auch als eine der ersten Gro\u00dfchoreos in die noch junge Geschichte der S\u00fcdtrib\u00fcne ein. Dabei wurden au\u00dfen zwei Blockfahnen entrollt, auf denen jeweils das Darmst\u00e4dter Stadt- und Vereinswappen abgebildet war. Zentral wurden dazu massig blau-wei\u00dfe Schwenker verteilt und das Spruchband <em>&#8222;10 Jahre Alles F\u00fcr Darmstadt&#8220;<\/em> ausgeklappt. Mithilfe einer Seilzugkonstruktion wurde dann der aufw\u00e4ndig gemalte Mittelteil hochgezogen, der diverse\u00a0Facetten der Gruppe darstellte. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an dieser Stelle nochmal seitens aller aktiver Gruppen des Block1898!<\/p>\n<p>So schick wie die Choreo war der Spielbeginn dann allerdings keineswegs. In DEM richtungsweisenden Spiel f\u00fcr die\u00a0n\u00e4chsten Wochen gegen bislang sieglose Ingolst\u00e4dter waren die Lilien von Beginn an nicht bissig genug und kamen nur schwer in\u00a0Tritt. Erst nach einiger Zeit konnte man sich aus der Ingolst\u00e4dter Drangphase befreien und selbst Chancen kreieren. Ein Freisto\u00df von Ben-Hatira sorgte beispielsweise kurz f\u00fcr ein erstes Raunen. Auch der Schiedsrichter wollte uns den Heimsieg nicht so richtig g\u00f6nnen und verweigerte zwei berechtigte Strafst\u00f6\u00dfe. Es w\u00e4re aber zu einfach die Schuld nur bei anderen zu suchen. Denn die Einstellung stimmte mal wieder nur bei einem Teil der Spieler gerade im Bezug auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Das f\u00e4llt\u00a0nach den letzten\u00a0Jahren nat\u00fcrlich besonders auf, wenn vorher regelm\u00e4\u00dfig elf\u00a0Gladiatoren in blau-wei\u00df auf den Platz liefen und gef\u00fchlt um ihr Leben spielten. Diese Saison geht uns das immer mehr ab und dem geneigten Heiner schmeckt das gar nicht. Auch auf der S\u00fcdtrib\u00fcne war es mehr Schatten als Licht, was heute rausgehauen wurde. Zwar findet sich im mittleren Block1898 ein immer festerer Kern von Jugendlichen und jung gebliebenen, die sich auch mal bei so einem Grottenkick kurz in Ekstase singen k\u00f6nnen &#8211; die Au\u00dfenbl\u00f6cke ziehen derzeit allerdings bei den wenigsten (auch den einfachsten) Liedern mit. Hier wird wahrscheinlich von vielen erwartet, dass der Funke vom Platz \u00fcberspringt. An Tagen wie heute w\u00e4re es wohl besser gewesen selbst ein wenig unterm Hintern der Mannschaft rumzuz\u00fcndeln. Als in der Schlussphase das Stadion nochmal aufstand und\u00a0versuchte mit aller Macht wenigstens einen Punkt zu erzwingen war es leider schon zu sp\u00e4t. Da h\u00e4tte bereits fr\u00fcher mehr passieren m\u00fcssen. Die Lilien verloren letztendlich gegen eine k\u00e4mpferisch bessere, aber spielerisch schlagbare Truppe durch einen Distanzschuss von Hartmann. Extrem unn\u00f6tig und kein gutes Omen f\u00fcr die n\u00e4chsten Partien. Immerhin hat man neben einem ersten Abstiegsgipfel gegen den HSV jetzt noch einige schwere Brocken vor der Brust. Um dort was zu rei\u00dfen bedarf es nochmals einer Geschlossenheit innerhalb des Vereins, die uns den Erfolg gebracht hat. Anders wird es noch eine sehr, sehr harte Saison.<\/p>\n<p>Nach dem Spiel wurden die anwesenden Berner Freunde (Danke euch!) noch verabschiedet\u00a0und sich dann bei dem ein oder anderen Bierchen \u00fcber die aktuelle Lage im Verein und in der Mannschaft unterhalten. Bilder vom Spiel und der Choreo findet ihr\u00a0auf den Seiten der <a href=\"http:\/\/usualsuspects2006.de\" target=\"_blank\">Usual Suspects<\/a> &amp; <a href=\"http:\/\/ultradelis.org\" target=\"_blank\">Ultr\u00e0 de lis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Wolfsburg und Leipzig stand mit Ingolstadt das dritte Heimspiel in Folge gegen einen sponsorgef\u00fchrten Klub\u00a0an. Dieser wurde 2004 vom Ingolst\u00e4dter Unternehmer Peter Jackwerth und mithilfe von Audi aus den traditionsreichen Ingolst\u00e4dter Vereinen\u00a0MTV und ESV Ingolstadt erschaffen. 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