{"id":836,"date":"2016-09-27T08:38:34","date_gmt":"2016-09-27T08:38:34","guid":{"rendered":"http:\/\/block1898.de\/?p=836"},"modified":"2016-09-27T08:38:34","modified_gmt":"2016-09-27T08:38:34","slug":"fc-augsburg-sv-darmstadt-98-10-00","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/block1898.de\/?p=836","title":{"rendered":"FC Augsburg &#8211; SV Darmstadt 98 1:0 (0:0)"},"content":{"rendered":"<p>Das mit Spannung erwartete Wiedersehen mit Dirk Schuster bei seinem neuen Arbeitgeber fand zur besten Fu\u00dfballzeit an einem sp\u00e4tsommerlichen Samstag um 15:30 Uhr statt. Rund 1.200 Heiner begleiteten den SVD zu diesem Ausw\u00e4rtsspiel. Man fragt sich da zwangsl\u00e4ufig, was mit all den Lilienfans passiert ist, die sich vorige Woche noch in Dortmund gegenseitig totgetrampelt haben oder zumindest jenen, die auch voriges Jahr schon in Augsburg waren? Anscheinend beginnt jetzt schon am 5. Spieltag die Phase, in der man sich zur\u00fccklehnt und das Spiel lieber gem\u00fctlich auf der eigenen Couch guckt anstatt sich f\u00fcr seinen Verein auf den Weg zu machen und ihn bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen. Bei den Highlight-Spielen oder jenen mit kurzer Anfahrtszeit werden dann aber wieder die Karten knapp. Vielleicht einerseits ganz nat\u00fcrlich, andererseits sollten die\u00a0Rosinenpicker\u00a0dann auch die F\u00fc\u00dfe still halten, wenn es um\u00a0die Kritik an\u00a0der Mannschaftsleistung\u00a0geht. Nur wer selbst alles gibt, darf auch andere kritisieren!<\/p>\n<p>Dass das heutige Ausw\u00e4rtsspiel mit Sicherheit keine Rosine ist, wurde allen schnell bewusst.\u00a0Auch vor der aktiven Fanszene machte der Mitfahrerschwund nicht halt und so fuhr man mit einem Doppeldecker und 9ern in Richtung Augsburg. Eine ereignisarme Hinfahrt, die lediglich durch eine sehr teure Taxitour etwas spannend wurde, endete am G\u00e4steeingang wo man vom Heimverein mit einem gedruckten &#8222;Herzlich Willkommen, liebe Darmstadt-Fans!&#8220;-Banner begr\u00fc\u00dft wurde. Sp\u00e4testens jetzt wollte man eigentlich das Weite suchen und dem alten Rosenaustadion einen Besuch abstatten. Die\u00a0Liebe zu den eigenen Farben zog einen dann doch in dieses als Baumarkt getarntes Stadion (\u00e4hm&#8230;Arena nat\u00fcrlich!) wo man jetzt auch nur noch bargeldlos sein \u00fcberteuertes, alkoholfreies Bier kaufen kann. Ein furchtregender Einblick in die K\u00f6pfe so mancher Fu\u00dfballfunktion\u00e4re. Sollte so irgendwann die Heimst\u00e4tte unserer Lilien aussehen sollte, dann\u00a0haben wir alles verloren was uns seit fast 120 Jahren als Verein ausmacht.<\/p>\n<p>Doch genug lamentiert. Der G\u00e4steblock f\u00fcllte sich langsam aber stetig, die Zaunfahnen hingen und man war bereit mit der Mannschaft die n\u00e4chsten Punkte heimzubringen. Zuvor gedachten jedoch die Ultras des FCA zwei ihrer Gruppenmitglieder, die genau vor einem Jahr bei einem Autounfall ums Leben kamen. Dazu wurde eine sehr bewegende Choreografie mit den Konterfeis der beiden gezeigt und dem passenden Spruch &#8222;Ultras sterben nie!&#8220;. W\u00e4hrenddessen schwieg auch der G\u00e4steblock aus Respekt. Die Aktion wendete in ein gr\u00fcn-wei\u00df-rotes Bild mit verschiedenen Impressionen aus dem Kurvenleben der zwei Jungs. Nun starteten auch wir und nahmen langsam aber sicher Fahrt auf. Obwohl es manche L\u00fccke im G\u00e4steblock gab, konnte man sich manches Mal Geh\u00f6r verschaffen und gerade mit bekanntem Liedgut eine gute Lautst\u00e4rke erzeugen. Auch das ein oder andere neue oder fast vergessene Lied wurde mal wieder ausgepackt. Die Mannschaft zeigte gerade in der ersten Halbzeit Willen an die Leistung vom Dienstag anzukn\u00fcpfen, konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt richtige Torgefahr kreieren. Auch wenn die Defensive mittlerweile etwas stabiler steht, so sind die M\u00e4ngel im Offensivbereich noch durchaus sichtbar. So hatte man mal wieder einem starken Esser zu danken, der sein Tor in der ersten H\u00e4lfte gl\u00e4nzend sauber hielt. Den Nackenschlag gab es dann kurz vor der Pause als Guwara etwas \u00fcbermotiviert in den Zweikampf ging und mit Gelb-Rot vom Platz musste.<\/p>\n<p>Dies nutzte Augsburg direkt nach der Pause gekonnt aus und schoss das Tor des Tages. Fast jedem im G\u00e4steblock war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass wir heute ohne Punkte nach Hause fahren w\u00fcrden. Trotzdem gab man nicht auf und feuerte das Team bis zum Abpfiff an. Auch auf dem Rasen fiel das Team immerhin nicht komplett auseinander, auch wenn Esser dazu einen Gro\u00dfteil beitragen musste. Der Einsatz stimmte, aber es fehlte an allem um Augsburg nochmal in Bedr\u00e4ngnis zu bringen. So blieb es am Ende beim 1:0 und die Lilienfans bauten das Team nochmal f\u00fcr die kommenden Aufgaben auf. Dass anschlie\u00dfend jedoch nicht alle Spieler die paar Meter zum G\u00e4steblock kamen um sich f\u00fcr Unterst\u00fctzung zu bedanken, sondern kurz klatschend am Strafraum schon wieder umdrehten, bleibt hoffentlich das eine Ausnahme in dieser Saison. Ein bisschen mehr Dankbarkeit f\u00fcr den Support und die 10st\u00fcndige An- und Abfahrt kann man als Lilienfan schon erwarten. Wir bedankten uns bei unseren zwei Besuchern aus Bern und machten uns dann selbst auf den Heimweg. Mund abbuzze und Bremen daheim schlagen!<\/p>\n<p>Bilder vom Spiel folgen auf <a href=\"http:\/\/www.usualsuspects2006.de\">www.usualsuspects2006.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.ultradelis.org\">www.ultradelis.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das mit Spannung erwartete Wiedersehen mit Dirk Schuster bei seinem neuen Arbeitgeber fand zur besten Fu\u00dfballzeit an einem sp\u00e4tsommerlichen Samstag um 15:30 Uhr statt. Rund 1.200 Heiner begleiteten den SVD zu diesem Ausw\u00e4rtsspiel. 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