{"id":565,"date":"2016-03-08T13:01:26","date_gmt":"2016-03-08T13:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/block1898.de\/?p=565"},"modified":"2016-03-08T13:01:26","modified_gmt":"2016-03-08T13:01:26","slug":"fsv-mainz-05-sv-darmstadt-98-00","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/block1898.de\/?p=565","title":{"rendered":"FSV Mainz 05 &#8211; SV Darmstadt 98 0:0"},"content":{"rendered":"<p>An einem nasskalten Sonntag traten die Lilien bei Mainz 05 an. Ein Spiel, das von manchen gern als &#8222;Derby&#8220; bezeichnet w\u00fcrde, was allerdings etwas zu viel Aufmerksamkeit f\u00fcr die 05er w\u00e4re. Beide Fanszenen haben traditionell eigentlich andere Rivalen in ihren jeweiligen Bundesl\u00e4ndern und keine besondere gemeinsame Vergangenheit. Nichtsdestotrotz sollte es keine Ausw\u00e4rtsfahrt wie jede andere werden &#8211; denn ob &#8222;Derby&#8220; oder nicht &#8211; an diesem Tag wollte man die Mainzer von ihrem hohen Ross sto\u00dfen und sich mit drei Punkten selber wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Mit diesem Ziel traf man sich direkt nach dem Urnengang und fuhr mit einer etwas fr\u00fcheren Regionalbahn Richtung Mainz. Ab dem &#8222;R\u00f6mischen Theater&#8220; sollte es dann per pedes Richtung Stadion gehen, was allerdings die Polizei auf den Plan rief, die die etwa 120 Heiner einkesselte, in Shuttle-Busse verfrachtete und zu diesem Ding kutschietren, in dem die Mainzer ihre Heimspiele austragen m\u00fcssen. Ein mahnendes Beispiel wie ein Stadion mitten im Nirgendwo aussieht und wieviel Fu\u00dfball-Feeling hier verloren geht. Wer so etwas in Darmstadt sehen will, der hat die Lilien und unser altehrw\u00fcrdiges B\u00f6llenfalltor nie geliebt.<\/p>\n<p>Im Stadion wurde dann der Zaun heute recht ordentlich mit\u00a0 blau-wei\u00dfen Fahnen behangen und beim Warmmachen bekamen die Spieler dann bereits die ersten Aufmunterungen auf den Rasen geschickt. Hier zeigte sich das Potenzial, das in den rund 6.000 Heinern schlummerte. Leider verflachte die Stimmung mit Anpfiff zusehends, es gab zwar einige laute Momente, aber auch viele Lieder, bei denen der untere Blockteil den oberen nicht mit einbeziehen konnte. Dieses Problem versuchten wir mit einem Vors\u00e4nger und einer weiteren Trommel im oberen Bereich zu beheben. Am Ende h\u00e4ngt es aber immer von jedem Lilienfan im Block selbst ab, wie gut unsere Stimmung wirklich ist. Jeder Einzelne muss seinen Teil zum Erfolg des Sportvereins beitragen! An diesem Tag waren dazu leider nicht immer alle der mitgereisten 6.000 bereit, auch wenn es ab und an auch schon relativ laut wurde. Im Block wurde mit einem Spruchband noch dem vor einigen Tagen verstorbenen ehemaligen Lilien-Spieler Helmut Rasch gedacht. &#8222;Der Zerrei\u00dfer&#8220; wurde 88 Jahre alt und trug zwischen 1952 und 1960 unser Trikot. Seine gr\u00f6\u00dfte und pr\u00e4gendste Zeit als Fu\u00dfballer erlebte er ohne Zweifel beim 1. FC Kaiserslautern, doch war er stets ein treuer Wegbegleiter der Lilien und mit Darmstadt eng verbunden.<em> &#8222;Ruhe in Friden Helmut Rasch!&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Auf dem Rasen k\u00e4mpften die Lilien erwartungsgem\u00e4\u00dfg aufopferungsvoll um heute etwas Z\u00e4hlbares mit nach Hause zu nehmen. Dabei gerieten sie aber auch hin und wieder in brenzlige Situationen, die ein gl\u00e4nzend aufgelegter Mathenia gut parierte. Beide Teams gingen hart in die Zweik\u00e4mpfe, konnten aber eher wenig Torchancen heraus spielen. Nach der Pause war Mainz dann am Dr\u00fccker und schickte sich an, den entscheidenen Treffer zu erzielen. Dann brannten Donati allerdings im Duell mit Wagner die Sicherungen durch und er wurde mit Rot vom Platz geschickt. Dies brachte den Lilien erneut ins Spiel und auch im G\u00e4steblock witterten viele die Chance auf einen &#8222;Lucky Punch&#8220; in \u00dcberzahl. Es fehlte aber die Kaltsch\u00e4uzigkeit vor dem Tor und wir bewiesen leider erneut, dass das \u00dcberzahlspiel nicht gerade zu unseren St\u00e4rken z\u00e4hlt. Am Ende stand also ein gerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel, welches einen nicht ganz ungl\u00fccklich stimmte. Immerhin hatten spielerisch deutlich bessere Teams in den letzten Wochen schlechter in Mainz ausgesehen. So wurde der Mannschaft nach Spielende auch nochmal das artig applaudiert und mit einer Schalparade deutlich gemacht, dass man bei den kommenden Aufgaben bedingungslos hinter den Jungs stehen wird.<\/p>\n<p>Das Mainzer Publikum passte sich ihrer Spielst\u00e4tte an. Der Gro\u00dfteil \u00fcbte sich im fr\u00f6hlichen, karnevalistischen Klatschpappen-Klatschen. Die Ultr\u00e0-Gruppen rund um USM und die Handk\u00e4smafia waren eher abgebgrenzt vom Rest ihrer Trib\u00fcne zwischen zwei Mundl\u00f6chern und schafften es gef\u00fchlt auch nur sehr selten die gesamte Fanszene mit in die Lieder einzubeziehen. Probleme, die wir zwar selber kennen, doch am B\u00f6lle sicherlich nicht so ausgepr\u00e4gt sind. Es war eben ein weiterer Ausflug, der gezeigt hat, wie grau der Bundesliga-Alltag in solchen Arenen sein kann. Unser Appell geht daher auch jetzt nach der Kommunalwahl an die Politik unserer Stadt, ein fanfreundliches, charmantes und stimmungsvolles B\u00f6llenfalltor zu erhalten und die Fans dabei miteinzubeziehen!<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt am Bahnhof verz\u00f6gerte sich dann etwas, da man auf einige Festgenommene wartete. Der angepeilte Zug wurde wieder verlassen, da wir niemanden aus unserer Fanszene in anderen St\u00e4dten oder bei der Polizei einfach zur\u00fcck lassen. So schlenderte man dann noch am Mainzer Bahnhof rum, bevor wir mit dem n\u00e4chsten Zug\u00a0 in Richtung S\u00fcdhessen fuhren. Auch jetzt waren die Z\u00fcge noch voller 98er, die diese kurze Strecke zum Ausw\u00e4rtsspiel auf sich genommen haben. Hoffentlich werden viele davon sich auch auf den Weg nach Wolfsburg und Hamburg machen, um das Team nicht nur in der &#8222;N\u00e4he&#8220; sondern auch mal in der Ferne mit allen Mitteln zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Fotos vom Spiel folgen in den n\u00e4chsten Tagen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einem nasskalten Sonntag traten die Lilien bei Mainz 05 an. Ein Spiel, das von manchen gern als &#8222;Derby&#8220; bezeichnet w\u00fcrde, was allerdings etwas zu viel Aufmerksamkeit f\u00fcr die 05er w\u00e4re. Beide Fanszenen haben traditionell eigentlich andere Rivalen in ihren jeweiligen Bundesl\u00e4ndern und keine besondere gemeinsame Vergangenheit. 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