{"id":2334,"date":"2024-02-05T09:24:17","date_gmt":"2024-02-05T09:24:17","guid":{"rendered":"http:\/\/block1898.de\/?p=2334"},"modified":"2024-02-05T09:24:19","modified_gmt":"2024-02-05T09:24:19","slug":"nein-zu-investoren-in-der-dfl-die-investoren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/block1898.de\/?p=2334","title":{"rendered":"NEIN ZU INVESTOREN IN DER DFL &#8211; Die Investoren"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107-1024x684.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2335\" srcset=\"http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107-1024x684.jpeg 1024w, http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107-300x200.jpeg 300w, http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107-768x513.jpeg 768w, http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107-1536x1027.jpeg 1536w, http:\/\/block1898.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/signal-2024-02-04-192107.jpeg 1616w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2>M\u00f6glicher Einstieg von CVC oder Blackstone in die DFL &#8211; <br>Werden wir nun auch Teil des Sportswashings eines W\u00fcstenstaats?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eSportswashing\u201c hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema entwickelt. Er beschreibt, wie Staaten oder Unternehmen den Sport nutzen, um von Problemen wie Menschenrechtsverletzungen abzulenken. Ein pr\u00e4gnantes Beispiel ist die umstrittene Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft in Katar, bei der die Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen international kritisiert wurden. Aktuell bahnt sich auch in Deutschland eine Investition mit dem Hintergrund des Sportswashing an: ein m\u00f6glicher Einstieg von CVC oder Blackstone in die Deutsche Fu\u00dfball Liga (DFL).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Doch wer steckt \u00fcberhaupt hinter diesen Unternehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>CVC Capital Partners (CVC) ist ein Finanzunternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg. Das Unternehmen geh\u00f6rt zu den zehn gr\u00f6\u00dften Private-Equity-Unternehmen weltweit und ist unter anderem an Unternehmen wie Breitling, Tipico, Douglas und vielen weiteren beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Blackstone-Group Inc. ist eine b\u00f6rsennotierte US-amerikanische Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in New York City. Die Firma ist einer der weltgr\u00f6\u00dften Investoren im Bereich Alternative Investments.<\/p>\n\n\n\n<p>Woher diese beiden Investmentgruppen ihr Geld haben, ist nicht im Detail nachzuvollziehen. Zu den Finanziers geh\u00f6ren Privatpersonen ebenso wie institutionelle Anleger. Unter anderem geh\u00f6rt bei CVC als auch bei Blackstone der saudi-arabische Staatsfonds PIF zu den Geldquellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses pikante Detail l\u00e4sst in die Strategie und die Hintergr\u00fcnde des Einstiegs in die DFL blicken: der W\u00fcstenstaat versucht auf diese Weise ein positives Bild in der westlichen Welt zu erzeugen. Doch die Liste an zu vertuschenden Zust\u00e4nden in Saudi Arabien ist lang:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So gibt es im W\u00fcstenstaat beispielsweise noch immer Hinrichtungen, etwa f\u00fcr Drogendelikte oder Raub\u00fcberfalle.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind es teils aber noch mildere Vergehen, die in Saudi-Arabien zum Tod f\u00fchren k\u00f6nnen. 2022 wurde eine Vielzahl von Leuten hingerichtet aufgrund von \u201eSt\u00f6rung des sozialen Gef\u00fcges und des nationalen Zusammenhalts&#8220; und &#8222;Teilnahme an und Anstiftung zu Sitzstreiks und Protesten\u201c. Die Hinrichtungsrate z\u00e4hlt zu den h\u00f6chsten weltweit. Die Menschenrechtsorganisation Reprieve recherchierte f\u00fcr das Jahr 2023 die Zahl von mindestens 172 Menschen, die hingerichtet wurden. Unter der F\u00fchrung von Kronprinz bin Salman und seinem Vater K\u00f6nig Salman ibn Abd al-Aziz h\u00e4tte es &#8222;die sieben blutigsten Jahre in der modernen Geschichte des K\u00f6nigreichs&#8220; gegeben, schrieb Reprieve.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Justizsystem ist mit dem europ\u00e4ischen System nicht zu vergleichen: Saudischen Staatsangeh\u00f6rigen wurden in der Vergangenheit bereits Haftstrafen von 15 bis zu 45 Jahren auferlegt, wenn sie etwa in den sozialen Medien unliebsam-kritische \u00c4u\u00dferungen t\u00e4tigten. Zu den Freiheitsstrafen kommen Reiseverbote oder auch Sperrung der Konten \u2013 ein Maulkorb f\u00fcr alle Kritiker, Aktivisten und friedlichen Verteidiger der Meinungsfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlecht bestellt ist es ebenso um die Migranten des Landes. Da f\u00fcr sie ein anderes Arbeitsrecht gilt, sind sie h\u00e4ufig Opfer von verbalen und t\u00e4tlichen Angriffen oder m\u00fcssen damit rechnen, dass ihre P\u00e4sse einbehalten werden, ebenso wie ihr Lohn. Frauen sind gesetzlich verpflichtet, ihrem Ehemann zu gehorchen, dar\u00fcber hinaus ben\u00f6tigen sie die Erlaubnis ihres m\u00e4nnlichen Vormundes, um zu heiraten. Homosexuelle werden live im Fernsehen des Terrorismus bezichtigt, weil sie sich schlechter als Tiere verhielten. Nach offizieller Scharia-Regel k\u00f6nnen bei gleichgeschlechtlicher Liebe auch Stockhiebe, Gef\u00e4ngnis oder auch die Todesstrafe verh\u00e4ngt werden. Die Liste weiterer Benachteiligter im Land k\u00f6nnte noch lange fortgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zensur ist in Saudi-Arabien allt\u00e4glich, unabh\u00e4ngige Medien sind nicht erlaubt. Repressive Straf-, Anti-Terror- und Internetgesetze erm\u00f6glichen lange Haftstrafen, Ver\u00f6ffentlichungs- und Reiseverbote f\u00fcr kritische Journalist*innen. Aller Reformrhetorik zum Trotz wurde seit der Ernennung von Kronprinz Mohammed bin Salman 2017 die Repression noch verst\u00e4rkt. Viele Medienschaffende sind willk\u00fcrlich inhaftiert, die meisten werden wohl gefoltert. Die Ermordung des Exil-Journalisten Jamal Khashoggi in der T\u00fcrkei 2018 hat gezeigt, dass Kritiker selbst im Ausland nicht sicher sind.<\/p>\n\n\n\n<h2>Der Einstieg in die DFL \u2013 ein weiteres Puzzleteil im gro\u00dfen Ganzen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Saudi-Arabiens sportliche Ambitionen gehen weit \u00fcber die blo\u00dfe \u201eLeidenschaft\u201c f\u00fcr den Sport hinaus. Die Investitionen im Sportsektor sind vielschichtig und strategisch bedeutsam, um oben genannten Missst\u00e4nde zu \u00fcberdecken. Die \u00dcbernahme von Fu\u00dfballclubs, das Sponsoring gro\u00dfer Sportveranstaltungen und die Ausrichtung internationaler Wettbewerbe sind Teil eines umfassenden Plans, um das internationale Bild des Landes zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Saudi Arabien hat l\u00e4ngst verstanden, welche Rolle gerade der Fu\u00dfball in der westlichen Welt spielt und ihn auf Grund seiner Strahlkraft zu Teilen der politischen und sozialen Strategien gemacht. Aus diesem Grund wird viel Geld in den Fu\u00dfball investiert: Der staatliche \u201ePublic Investment Fond\u201c wird auf ein Gesamtvolumen von 700 Milliarden Dollar gesch\u00e4tzt. Mit diesem Geld wird unter anderem die landeseigene Fu\u00dfball-Liga \u201eSaudi Professional League\u201c subventioniert. Allein die Transferausgaben lagen dort im vergangenen Jahr bei fast einer Milliarde Dollar \u2013 mit verschwindend geringen Einnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Subvention muss passieren, denn die Liga und damit die saudische Begeisterung f\u00fcr den Fu\u00dfball selbst, steckt noch in den Kinderschuhen. Die Spiele des Erstligisten Al-Riyad FC besuchen im Durschnitt gerade einmal 1.400 Zuschauer. Auch bei Al-Wehda FC sind es nur 3.000 \u2013 bei einer Stadionkapazit\u00e4t von 38.000 Zuschauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Au\u00dfendarstellung m\u00fcssen daher vereinzelte Top-Spiele herhalten, mit Choreografien, die von europ\u00e4ischen Fanszenen kopiert werden. Das Vorbild ist der hiesige Kontinent, nur samt angepasstem Publikum, das allein der Au\u00dfendarstellung dient. Fu\u00dfball ist hier nicht Volkssport, sondern nur ein weiterer Unterhaltungsfaktor im W\u00fcstenstaat.<\/p>\n\n\n\n<p>Was das f\u00fcr die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2034 bedeuten k\u00f6nnte, die durch Saudi-Arabien ausgerichtet wird, hat man bereits in Katar beobachten k\u00f6nnen. Ein Ende des sommerlichen Fu\u00dfball-Feelings an der Gl\u00fchweinbude statt beim Public Viewing, schlechte Bedingungen f\u00fcr Arbeiter, gekaufte Zuschauer und leere Stadion.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nicht nur im eigenen Land wird viel Geld in den Fu\u00dfball und dem damit verbundenen Sportswashing investiert. Auch europ\u00e4ische L\u00e4nder und ihr Fu\u00dfball sind bereits Ziele der Saudis geworden und tragen nun die Auswirkungen dieser Investments:<\/p>\n\n\n\n<p>Der spanische Supercup (Supercopa de Espa\u00f1a) wird seit 2019 in Saudi-Arabien ausgetragen. Die Einnahmen f\u00fcr den spanischen Verband RFEF sind betr\u00e4chtlich: 120 Millionen Euro soll der erste Vertrag bis 2022 gebracht haben, 240 Millionen Euro soll es nun f\u00fcr die weiteren Spiele bis 2029 geben. Dazu sind die saudi-arabischen Unternehmen Neom und Red Sea Global Sponsoren des Wettbewerbs.<\/p>\n\n\n\n<p>Riyadh Air, eine ab 2025 operierende saudi-arabische Fluggesellschaft mit derzeit null Flugzeugen, ist Trikotsponsor von Atletico Madrid. Die Saudi Investment Bank (SAIB) ist ein Sponsor von Real Madrid und die staatliche Tourismusbeh\u00f6rde Visit Saudi darf sich nun &#8222;offizieller Reisepartner&#8220; von La Liga nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist CVC mit 2,7 Milliarden Euro bei La Liga eingestiegen. CVC gilt aktuell als favorisierter Kandidat im Einstieg in der DFL. Haben wir also bald eine DFB-Pokal Endrunde im W\u00fcstenstaat? \u2013 Wer wei\u00df..<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der fran\u00f6zische Fu\u00dfball blieb nicht verschont und k\u00e4mpft aktuell mit den Folgen des Deals mit CVC. Das Investment von CVC in die franz\u00f6sische Ligue de Football Professionnel (LFP) ist ein Paradebeispiel f\u00fcr die wachsende Kommerzialisierung im Profifu\u00dfball, die langfristig zu strukturellen Ungleichgewichten und finanziellen Abh\u00e4ngigkeiten f\u00fchren kann. W\u00e4hrend die unmittelbare Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro eine kurzfristige L\u00f6sung, f\u00fcr die durch die Pandemie und das Scheitern des Mediapro-Vertrags entstandenen finanziellen Schwierigkeiten darstellte, birgt sie zugleich erhebliche Risiken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vereinbarung, wonach CVC dauerhaft 13% der Erl\u00f6se aus der Vermarktung der Liga erh\u00e4lt, legt eine finanzielle Last auf die Klubs, die besonders in Zeiten stagnierender oder r\u00fcckl\u00e4ufiger Einnahmen dr\u00fcckend werden kann. Die aktuellen Schwierigkeiten bei der Neuvergabe der Medienrechte ab der Saison 2024\/25 verdeutlichen, wie prek\u00e4r diese Abh\u00e4ngigkeit ist. Die LFP steht unter Druck, ihre Einnahmen zu steigern, um sowohl die Bed\u00fcrfnisse der Klubs als auch die Verpflichtungen gegen\u00fcber CVC zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Kritikpunkt ist die ungleiche Verteilung der von CVC bereitgestellten Mittel, die gr\u00f6\u00dfere, finanzst\u00e4rkere Klubs wie PSG beg\u00fcnstigt, w\u00e4hrend kleinere Klubs und Aufsteiger nur einen Bruchteil erhalten. Diese Praxis versch\u00e4rft die ohnehin bestehende Kluft zwischen den Top-Klubs und dem Rest der Liga und gef\u00e4hrdet den sportlichen Wettbewerb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kritik von Christophe Bouchet, dem ehemaligen Pr\u00e4sidenten von Olympique Marseille, beleuchtet zudem die langfristigen Auswirkungen des Deals. Die Klubs haben sich dauerhaft an die Zahlung von 13% ihrer Erl\u00f6se gebunden, was ihre finanzielle Flexibilit\u00e4t einschr\u00e4nkt und sie in eine Situation bringt, in der sie &#8222;ein Leben lang&#8220; zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass das Investment von CVC zwar eine sofortige finanzielle Erleichterung f\u00fcr die franz\u00f6sische LFP gebracht hat, aber gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der langfristigen finanziellen Nachhaltigkeit, der Fairness im Wettbewerb und der Autonomie der Klubs aufwirft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einstieg von CVC in die franz\u00f6sische Liga wird aktuell durch die Nationale Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) untersucht. Ausgangspunkt ist eine Beschwerde der Antikorruptions-Vereinigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur europ\u00e4ische Fu\u00dfballligen sind von gro\u00dfem Interesse gepr\u00e4gt, auch die Topstars aus Europa werden mit schwindelerregenden Summen in den W\u00fcstenstaat gelockt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hochkar\u00e4tige Transfers wie Karim Benzema oder Christiano Ronaldo dienen nicht nur der sportlichen Entwicklung in der saudischen Liga, sondern sind ebenso als vielversprechende Botschafter mit Millionenreichweite im Einsatz. Social Media-Bilder etwa mit dem saudischen Prinzen Mohammed Bin Salam scheinen in den knapp 200 Millionen Dollar Jahresgehalt inbegriffen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Netzwerk der Saudi-Influencer funktioniert jedoch nicht nur mit Superstars in der inl\u00e4ndischen Liga: Auf der Gehaltsliste stehen auch Spieler, die in ausl\u00e4ndischen Ligen kicken wie etwa Lionel Messi, der sich zwar nicht f\u00fcr einen Wechsel in die dortige Liga entschied, in Instagram-Beitr\u00e4gen aber trotzdem mit \u201eVisitSaudi\u201c wirbt. Umso reichweitenst\u00e4rker die Sportler, desto gr\u00f6\u00dfer ist auch der Imagegewinn des Staates.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Investitionen aus dem staatlichen Investmentfonds flie\u00dfen nicht nur in den Fu\u00dfball.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um ein m\u00f6glichst breites Portfolio aufzubauen, sind auch zahlreiche andere Sportarten im Visier des saudischen Staates. Mit der Liv-Tour wurde sogar eigens eine Golf-Serie ins Leben berufen, die in unmittelbarer Konkurrenz zum amerikanischen Golf-Tour steht und mittlerweile namenhafte Sportler an sich gebunden hat. Topstars sind mittlerweile fester Bestandteil der Liga und erhalten, \u00e4hnlich wie im Fu\u00dfball, Summen von bis zu 200 Millionen Dollar f\u00fcr ihre Teilnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Kampfsport versucht Saudi-Arabien Fu\u00df zu fassen. Seit einem Jahrzehnt ist auch die Wrestling-Organisation WWE eng mit den Saudis verbandelt. Megaevents und Showk\u00e4mpfe werden daher ebenso wie die Fu\u00dfballspiele ins Land geholt wie Fu\u00dfballspiele. Auch in die amerikanische MMA-Organisation PFL flossen bereits 100 Millionen Dollar an Staatsgeldern. Heute stellt sie bereits ein Drittel der 25 besten K\u00e4mpfer.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Fazit:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Investitionen sind nicht nur finanzieller Natur, sondern auch symbolisch bedeutend. Sie dienen dazu, das internationale Image von Saudi-Arabien aufzubessern. Die saudischen Investoren legen ihren Fokus daher nicht prim\u00e4r auf sportlichen Erfolg, sondern auf Macht und Einfluss. Die Ziel der \u00d6ffnung ist f\u00fcr sie klar und offensichtlich: Sie wollen Anerkennung auf dem Weltmarkt an, als wichtiger Handelspartner wahrgenommen werden, lukrative Rohstoffdeals abzuschlie\u00dfen und Touristen anzuziehen \u2013 nicht zuletzt als neues Mitglied der BRICS. Nicht zuletzt dienen die Investments auch dazu, das staatliche Projekt Saudi Visions 2030 voranzutreiben, das einen massiven Ausbau der Tourismusbranche vorsieht und bis zum Ende des Jahrzehnts Millionen neue Besucher ins Land locken soll. Diese schleichende Anbiederung geht jedoch ohne eine Liberalisierung des Werte- oder Justizsystems vonstatten. Mit der Vorstellung eines Fu\u00dfballs, der durch seine Fans getragen wird, in dem jeder einzelne Stadionbesucher gleichwertig erscheint, ist das nicht vereinbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Noch mehr Infos und Hintergr\u00fcnde zum Thema unter<\/em> <a href=\"https:\/\/nein-zu-investoren-in-der-dfl.de\">https:\/\/nein-zu-investoren-in-der-dfl.de<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong> <em>faz, wdr, zdf, amnesty international, deutschlandfunk, sportschau<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6glicher Einstieg von CVC oder Blackstone in die DFL &#8211; Werden wir nun auch Teil des Sportswashings eines W\u00fcstenstaats? Der Begriff \u201eSportswashing\u201c hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema entwickelt. Er beschreibt, wie Staaten oder Unternehmen den Sport nutzen, um von Problemen wie Menschenrechtsverletzungen abzulenken. 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