{"id":1172,"date":"2017-11-30T15:47:03","date_gmt":"2017-11-30T15:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/block1898.de\/?p=1172"},"modified":"2017-11-30T15:48:55","modified_gmt":"2017-11-30T15:48:55","slug":"bundesweiter-aktionsspieltag-501","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/block1898.de\/?p=1172","title":{"rendered":"Bundesweiter Aktionsspieltag 50+1"},"content":{"rendered":"<p><em>Beim Ausw\u00e4rtsspiel in Berlin beteiligten wir uns am bundesweiten Aktionsspieltag f\u00fcr den Erhalt der 50+1-Regel. Nachfolgend ein Info-Text rund um den Protest und seinen Hintergrund am aktuellen Beispiel von Hannover 96:<\/em><\/p>\n<p><strong>Aktionsspieltag 50+1<\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum eigentlich 50+1?<\/strong><br \/>\nEs gibt im Reglement von DFB und DFL verschiedene Modelle, wie die Vereine ihre Profifu\u00dfballsparte unter Einhaltung der 50+1-Regel organisieren k\u00f6nnen. Vereinfacht kann man es darauf hinunterbrechen, dass zwar bis zu 100% der Kapitalanteile an ausgegliederten Profigesellschaften verkauft werden d\u00fcrfen, der Stammverein aber die Stimmenmehrheit und damit die Kontrolle behalten muss. So will man verhindern, dass traditionelle mitgliedergef\u00fchrte Vereine zum Spekulationsobjekt von Investoren werden. Die 50+1-Regel hat sich bew\u00e4hrt und sch\u00fctzt den deutschen Fu\u00dfball seit vielen Jahren \u00fcberaus effektiv. Ausnahmegenehmigungen sind nur schwer zu erlangen und gelten bisher ausschlie\u00dflich f\u00fcr Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen. Alle anderen Vereine halten die 50+1-Regel ein. Die meisten haben sogar H\u00fcrden in ihren Satzungen verankert, die eine Abkehr von dieser Regel nur m\u00f6glich machen, wenn die Mehrheit der Vereinsmitglieder zustimmt.<\/p>\n<p><strong>Die Situation in Hannover<\/strong><br \/>\nWie wohl allgemein bekannt ist, strebt Martin Kind bei Hannover 96 seit l\u00e4ngerem eine Ausnahme von der 50+1-Regel an. Seit man im Verein wei\u00df, wie hierbei sein Plan ist, regt sich vereinsintern auch Widerstand dagegen. F\u00fchrend sind hierbei einige kritische Aufsichtsratsmitglieder und die Mitgliederinitiative \u201ePro Verein 1896\u201c (<a title=\"Link: https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/FT6x_pykLE0\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.proverein1896.de\" href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/FT6x_pykLE0\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.proverein1896.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.proverein1896.de<\/a>). Sobald DFL und DFB \u201egr\u00fcnes Licht\u201c f\u00fcr eine Ausnahmegenehmigung erteilen, wird die 50+1-Regel in Hannover fallen. Aus diesem Grund wurden durch den Rechtsanwalt Ralf Nestler, in seiner Funktion als Aufsichtsrat des e.V. Gerichtsverfahren angestrengt, die die Ausnahmegenehmigung per einstweiliger Verf\u00fcgung unterbinden sollten. Leider bislang ohne Erfolg. Derzeit l\u00e4uft die Beschwerde des \u201eeinstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens\u201c und auch die Verhandlung in der Hauptsache, also die Einleitung eines \u201erichtigen\u201c Gerichtsprozesses mit Verhandlung und Zeugenvernehmung etc. wird vorbereitet.<\/p>\n<p><strong>Was interessiert uns Hannover 96?<\/strong><br \/>\nDie Frage ist nat\u00fcrlich, warum der Fall Hannover 96 auch die Anh\u00e4nger der vielen anderen Fu\u00dfballvereine Deutschlands oder die Fu\u00dfballenthusiasten und Freunde der deutschen Fu\u00dfball- und Fankultur, wie es sie auf der ganzen Welt gibt, interessieren sollte. Nun, Hannover 96 ist der erste deutsche Traditionsverein (Deutscher Meister 1938 und 1954, Pokalsieger 1992, dreimaliger Amateurmeister), der eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel anstrebt. Bei den bisherigen Ausnahmen ist der Fall anders gelagert. Wolfsburg und Leverkusen sind quasi untrennbar mit den Konzernen VW und Bayer verbunden. Leipzig und Hoffenheim sind Konstrukte, die nur durch den immensen finanziellen Aufwand von Einzelpersonen entstanden sind. Das jahrelange Engagement der Person Martin Kinds rund um Hannover 96 rechtfertigt nicht seinen Anspruch den Profifu\u00dfball bei Hannover 96 vollst\u00e4ndig vom Verein zu trennen und zu seinem Eigentum zu machen, zumal mehr als unklar ist, ob er hierf\u00fcr \u00fcberhaupt die Voraussetzungen erf\u00fcllt, die DFB und DFL selbst formuliert haben (<a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/E9ht6NSOPdA\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fproverein1896.de%2Fdfl-papier%2F\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/proverein1896.de\/dfl-papier\/<\/a>). Au\u00dferdem hat Kind in der Vergangenheit zahlreiche werthaltige Elemente (z.B. die Markenrechte) aus dem e.V. herausgel\u00f6st und in von ihm kontrollierte Gesellschaften \u00fcberf\u00fchrt. Es ist also auch v\u00f6llig unklar, was mit dem Mutterverein passiert, wenn die 50+1-Regel f\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>Der Pr\u00e4zedenzfall<\/strong><br \/>\nAls Anh\u00e4nger der deutschen Fu\u00dfball- und Vereinskultur liegt es in unser aller Interesse, dass die Bestrebungen Kinds keinen Erfolg haben. Der Fall Hannover 96 k\u00f6nnte sich zum Pr\u00e4zedenzfall entwickeln und auch bei anderen finanzkr\u00e4ftigen Privatpersonen oder Unternehmen dazu f\u00fchren, ihr Engagement im deutschen Profifu\u00dfball zu \u00fcberdenken und vermehrt von Bedingungen abh\u00e4ngig zu machen, ihren Einfluss in eurem Verein auszudehnen und nach den Werten eures Vereins zu greifen. Als Fu\u00dfballfans sind wir daher dazu aufgerufen alles zu unternehmen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Das hei\u00dft, dass wir in unseren Vereinen darauf hinwirken m\u00fcssen, dass die 50+1-Regel in den Satzungen verankert wird und \u00c4nderungen daran mit hohen H\u00fcrden verbunden sind. \u00dcberpr\u00fcft die Regelungen in eurem Verein und schafft rechtzeitig die notwendigen Mehrheiten! Au\u00dferdem m\u00fcssen wir bei DFB und DFL massiv Druck aus\u00fcben, die 50+1-Regel nicht weiter aufzuweichen, sondern stattdessen in den Statuten zu verfestigen. Die Regularien m\u00fcssen versch\u00e4rft werden. DFB und DFL m\u00fcssen sich strikt an die eigenen Regeln halten und d\u00fcrfen diese nicht durch Nebenabsprachen unterlaufen. Weitere Ausnahmen wie Hoffenheim und Leipzig und einen Pr\u00e4zedenzfall Hannover 96 darf es nicht geben. Dies alles k\u00f6nnen wir nur gemeinsam erreichen und wird einen gro\u00dfen bundesweiten vereins\u00fcbergreifenden Kraftakt erfordern.<\/p>\n<p><strong>Die Rolle des Christoph Schickhardt<\/strong><br \/>\nDer Fachanwalt f\u00fcr Sportrecht, der Martin Kind und Hannover 96 beim Antrag auf Ausnahmegenehmigung und allen Gerichtsverfahren vertritt, ist \u00fcbrigens Christoph Schickhardt. Der Name kommt euch vielleicht bekannt vor, hat Schickhardt doch schon viele Vereine vertreten. Auch deinen? Unter anderem arbeitet Schickhardt auch f\u00fcr Leipzig und Hoffenheim, wo er f\u00fcr Dietmar Hopp die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel durchsetzte.<\/p>\n<p><em>F\u00fcr weitere Informationen rund um aktuelle Geschehnisse in Hannover besucht die Seite <a href=\"http:\/\/proverein1896.de\">www.proverein1896.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Ausw\u00e4rtsspiel in Berlin beteiligten wir uns am bundesweiten Aktionsspieltag f\u00fcr den Erhalt der 50+1-Regel. Nachfolgend ein Info-Text rund um den Protest und seinen Hintergrund am aktuellen Beispiel von Hannover 96: Aktionsspieltag 50+1 Warum eigentlich 50+1? 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